Friedensförderung
Die Schweiz beteiligt sich an zivilen und militärischen Friedensmissionen internationaler Organisationen und unterstützt diese mit Expertinnen und Experten des schweizerischen Expertenpools für zivile Friedensförderung (SEF) sowie mit Schweizer Armeeangehörigen. Dazu gehört auch die Teilnahme an Missionen zur Krisenbewältigung und Friedensförderung der EU (EU-Missionen) im Rahmen ihrer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP).

Seit dem operativen Start der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU im Jahr 2003 arbeiten die Schweiz und die EU bei einzelnen friedensfördernden Einsätzen zusammen. In diesem Zusammenhang entsendet die Schweiz Experten und Angehörige der Schweizer Armee zu zivilen und militärischen Missionen der EU. Aktuell beteiligt sich die Schweiz mit maximal 26 Armeeangehörigen an der militärischen Mission EUFOR ALTHEA in Bosnien und Herzegowina, mit zwei zivilen Experten an der Rechtsstaatlichkeitsmission der EU in Kosovo (EULEX) und mit zwei Expertinnen und Experten an der Beratermission der EU zur Reform des zivilen Sicherheitssektors in Mali (EUCAP Sahel Mali).
Am 5. März 2026 haben die Schweiz und die EU ein Abkommen abgeschlossen, das die Beteiligung der Schweiz an EU-Friedensmissionen administrativ vereinfacht. Das unterzeichnete Abkommen «Framework for Participation Agreement» (FPA) schafft einen klaren rechtlichen und administrativen Rahmen für mögliche künftige Schweizer Beiträge an zivilen und militärischen Missionen der EU. Es vereinfacht die Verfahren für Entsendungen, ohne neue Verpflichtungen einzugehen: Die Schweiz entscheidet weiterhin von Fall zu Fall über eine konkrete Beteiligung.
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