Zum Hauptinhalt springen

MitteilungVeröffentlicht am 18. Juli 2025

«Hotel & Gastro formation Schweiz» stellt Fachwissen für die Berufsbildung in Lettland zur Verfügung

Im Rahmen des Schweizer Beitrags an bestimmte EU-Mitgliedstaaten engagiert sich die Organisation «Hotel & Gastro formation Schweiz» für die Verbesserung der Berufsbildung in Lettland. Vertreter der lettischen Privatwirtschaft und des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft besuchten Schweizer Ausbildungsbetriebe.

Die Vertreterinnen und Vertreter der HGf Schweiz und der lettischen nationalen Bildungsentwicklungsagentur SEDA reichen sich nach der Unterzeichnung die Hand.

Der Schweizer Beitrag stärkt die Zusammenarbeit zwischen Partnerländern wie Lettland und Schweizer Organisationen durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen und fördert damit die positive Wahrnehmung der Schweiz. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung der Partnerländer kommt auch der Schweizer Wirtschaft zugute, nicht nur in Form von Chancen zur gegenseitigen Stärkung des Arbeitsmarktes, sondern auch als Investitionsmöglichkeiten in neuen europäischen Märkten.

Der Beitrag der Schweiz stärkt somit die Präsenz und Sichtbarkeit der Schweiz, ermöglicht den strategischen Export ihres Know-hows und den Erwerb neuer Ideen und Kompetenzen und fördert den Ruf als innovative und zuverlässige Partnerin in Europa. «Die besonders gefragte Schweizer Expertise liegt im dualen Berufsbildungssystem, das Theorie und Praxis eng verzahnt und den privaten Sektor aktiv in die Ausbildung einbindet. Dieses Modell ermöglicht es, junge Fachkräfte gezielt auf die Anforderungen eines dynamischen Arbeitsmarktes vorzubereiten und wird international als Vorbild geschätzt», so Mike Kuhn, Vizedirektor, Leiter Bildung/Berufsentwicklung von HGf Schweiz.
Und so versucht der Beitrag der Schweiz zur Stärkung der Berufsbildung in Lettland den Privatsektor zu motivieren, die Entwicklung des Ausbildungsangebots für junge angehende Fachkräfte in Bereichen wie dem Gastgewerbe, der Metallindustrie und dem Maschinenbau, insbesondere für die Landwirtschaft, zu fördern.

Hotel & Gastro formation (HGf) Schweiz engagiert sich seit beinahe 100 Jahren für die Ausbildung in der Hotellerie und Gastronomie. HGf Schweiz ist ein wichtiger Schweizer Partner für seine lettischen Kolleginnen und Kollegen, da die Organisation einen der drei Bereiche vertritt, die für sie von besonderem Interesse sind. Am 1. Juli dieses Jahres unterzeichneten die lettische nationale Bildungsentwicklungsagentur (SEDA) und HGf Schweiz in Weggis eine Partnerschaftsvereinbarung mit einer Laufzeit von zunächst vier Jahren. «Wir erhoffen eine offene, partnerschaftliche Zusammenarbeit, bei der wir unsere Erfahrungen und Expertise teilen und Impulse geben, ohne eine Übernahme unseres Systems zu erwarten. Unser Ziel ist es, Lettland dabei zu unterstützen, auf Basis der gewonnenen Einblicke ein eigenes, passendes Berufsbildungssystem zu entwickeln», betont Mike Kuhn.

Verbunden wurde der Anlass mit einem mehrtägigen Einblick in des dualen Berufsbildungssystem der Schweiz. Vertreter der lettischen Privatwirtschaft und des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft besuchten Schweizer Ausbildungsbetriebe, Berufsfachschulen sowie Zentren für überbetriebliche Kurse. Insbesondere das hohe Ausbildungsniveau, die gelebte Professionalität sowie das Zusammenwirken der drei Lernorte wurde sehr geschätzt. Besonders hervorgehoben wurde die Fähigkeit der Lernenden, bereits im ersten Ausbildungsjahr hochwertige Produkte herzustellen und Dienstleistungen zu erbringen. Darüber hinaus waren sie beeindruckt vom Engagement der Berufsbildenden und der Kreativität, mit der sie komplexe Kompetenzen auf kreative und pragmatische Weise vermitteln. Die Begeisterung für den Beruf war dabei allseits spürbar. Für die lettische Seite war die direkte Einbindung des privaten Sektors in die berufliche Grundbildung von grossem Interesse, um damit den konkreten Anforderungen eines sich ständig und schnell wandelnden Marktes gerecht zu werden.