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MedienmitteilungVeröffentlicht am 8. September 2025

Umsatzrückgang und stabile Beschäftigungslage in den Marktbranchen in der Schweiz im 2. Quartal 2025

Neuchâtel, 08.09.2025 — Die marktorientierten Branchen der Schweizer Wirtschaft zeigen im 2. Quartal 2025 ein unterschiedliches Bild: Während die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,0% sanken, stieg die Beschäftigung in denselben Branchen um 0,1% an (Gesamtbeschäftigung +0,6%). Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Im sekundären Sektor (Industrie und Baugewerbe) sanken die Umsätze um 1,2% und die Beschäftigung um 0,4%. Der tertiäre Sektor (Dienstleistungen) verzeichnete einen Umsatzrückgang von 2,5%, während die Beschäftigung um 0,4% zulegte.

Sekundärer Sektor

Der sekundäre Sektor entwickelte sich im 2. Quartal 2025 unterschiedlich: Während die Industrie ein Umsatzminus von 1,4% und einen Beschäftigungsrückgang von 1,1% verzeichnete, nahmen im Baugewerbe sowohl die Umsätze (+0,3%) als auch die Beschäftigung (+0,9%) zu.

Tertiärer Sektor

Die Marktbranchen des tertiären Sektors entwickelten sich im 2. Quartal 2025 uneinheitlich: Die Dienstleistungsbranchen verzeichneten einen Umsatzrückgang von 2,5% gegenüber dem Vorjahresquartal, die Beschäftigungszahlen hingegen zogen mit einem Plus von 0,4% leicht an. Im gesamten tertiären Sektor betrug der Beschäftigungsanstieg 0,9%. Im Detailhandel erhöhten sich die Umsätze im Vergleichszeitraum um 0,4%, allerdings ging hier die Beschäftigung um 1,5% zurück.

Fokusthema: Maschinenbau zeigt verhaltene Entwicklung im Vergleich zum sekundären Sektor

Der Maschinenbau, eine der traditionellen Stärken der Schweizer Industrie, entwickelte sich seit 2015 schwächer als der gesamte sekundäre Sektor. Zwischen dem zweiten Quartal 2015 und dem zweiten Quartal 2025 verzeichnete der Maschinenbau ein Umsatzwachstum von 11,2 Prozent. Der sekundäre Sektor insgesamt wuchs im gleichen Zeitraum mit 32,3 Prozent deutlich stärker.

Diese Differenz von über 20 Prozentpunkten verdeutlicht die strukturellen Herausforderungen der Branche. Besonders ausgeprägt zeigt sich die schwächere Entwicklung bei der Beschäftigung. Während der sekundäre Sektor über die vergangenen zehn Jahre ein Beschäftigungswachstum von 3,3 Prozent verzeichnete, musste der Maschinenbau einen Rückgang von 2,9 Prozent hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal präsentiert sich das Bild gemischt: Der Maschinenbau konnte seinen Umsatz um 0,7 Prozent steigern, während der sekundäre Sektor um 1,2 Prozent schrumpfte. Bei der Beschäftigung setzte sich jedoch der negative Trend fort – mit einem Rückgang von 3,5 Prozent im Maschinenbau gegenüber einem moderaten Minus von 0,4 Prozent im gesamten sekundären Sektor. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Anpassungsprozesse in einer der wichtigsten Exportbranchen der Schweiz und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.