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Veröffentlicht am 13. März 2026

Weitere bilaterale Abkommen und Kooperationen

Europapolitische Ziele der Schweiz bleiben die Sicherung und Weiterentwicklung eines weitgehenden Zugangs zum EU-Binnenmarkt sowie die Zusammenarbeit mit der EU in ausgewählten Interessensbereichen unter Wahrung grösstmöglicher politischer Eigenständigkeit.

Den Zugang zum EU-Binnenmarkt ermöglichen fünf Abkommen der Bilateralen I von 1999. Die Bilateralen II betrafen weitere wirtschaftliche Interessen, dehnten die Zusammenarbeit aber auf wichtige politische Bereiche wie innere Sicherheit, Asyl und Umwelt aus. Doch auch nach Inkrafttreten der Bilateralen II im Jahr 2004 bauten die EU und die Schweiz ihre Zusammenarbeit aus, etwa in der Unternehmensbesteuerung oder der Polizeizusammenarbeit.

Dokumente

Mehr dazu

Europol

Das Abkommen verbessert die Polizeizusammenarbeit bei der Verhütung und Bekämpfung von schwerer und organisierter internationaler Kriminalität sowie Terrorismus.

Eurojust

Das Abkommen zwischen der Schweiz und Eurojust baut die internationale Zusammenarbeit für Schweizer Strafbehörden bei der Bekämpfung der schweren grenzüberschreitenden Kriminalität aus.

Zusammenarbeit Wettbewerbsbehörden

Mit dem Kooperationsabkommen wird eine effiziente Durchsetzung der Wettbewerbsbestimmungen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten angestrebt.

Satellitennavigation – Galileo und EGNOS

Das Kooperationsabkommen gestattet der Schweiz die Teilnahme an den europäischen Satellitennavigationsprogrammen Galileo und EGNOS.

Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) / Asylagentur der Europäischen Union (EUAA)

Die Schweiz ist am europäischen Unterstützungsbüro für Asylfragen (European Asylum Support Office, EASO, neu EU-Asylagentur EUAA) beteiligt. Sie zeigt ihre Solidarität und ermöglicht effizientere und gerechtere Asylverfahren in Europa.

Unternehmensbesteuerung

Die Schweiz beteiligt sich in der OECD aktiv an der Entwicklung internationaler Standards für die Unternehmensbesteuerung. Mit der EU konnte sie eine Verständigung über gewisse Unternehmensbesteuerungsregimes erzielen.

Chemikaliensicherheit / REACH

Die Schweiz und die EU pflegen einen Wissensaustausch und arbeiten im Bereich der Chemikaliensicherheit zusammen.

Zusammenarbeit im Bereich Drogen und Drogensucht

Der Austausch mit der EU-Drogenagentur ist im Interesse der Schweiz und hilft bei der Einschätzung künftiger Entwicklungen im Drogenbereich.

Emissionshandel

Durch den Handel mit Emissionsrechten werden Treibhausgase dort reduziert, wo es günstig ist. Um einen grösseren Markt zu schaffen, haben die Schweiz und die EU ihre Handelssysteme verknüpft.

Polizeizusammenarbeit (Prümer Beschlüsse)

Die Prümer Zusammenarbeit hat zum Ziel, die grenzüberschreitende Polizeikooperation zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu verbessern.

Eurodac – Zugang für Strafverfolgungsbehörden

Schweizer Strafverfolgungsbehörden erhalten unter bestimmten Bedingungen Zugriff auf Eurodac – die Fingerabdruck-Datenbank aller Personen, die in einem Dublin-Staat ein Asylgesuch stellen oder bei der irregulären Einreise aufgegriffen werden.

Kontakt

Abteilung Europa
Staatssekretariat STS-EDA
Bundeshaus Ost
3003 Bern